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Hrsg. v. Mark Scheibe

Schinderhannes und seine Bande oder Johann Bücklers und seiner Gesellen merkwürdige Geschichte, Verbrechen, Verurtheilun

Schinderhannes und seine Bande oder Johann Bücklers und seiner Gesellen merkwürdige Geschichte, Verbrechen, Verurtheilun

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Koblenz, Obere Löhr 92 1

Verlag: Artikel ohne Verlagszuordnung

ISBN: 978-3-9813188-1-4

ISBN10: 3-9813188-1-1

Jahr: 2009

Seiten: 2. Aufl. 100 S. 22,5 cm

Einbandart: Kartoniert

Produkttyp: Buch

Weitere Titel zur Warengruppe Mehr Hardcover / Geschichte / Neuzeit bis 1918

Letztes Update: 13.05.2012 06:30:01

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Schinderhannes und seine Bande oder Johann Bücklers und seiner Gesellen merkwürdige Geschichte, Verbrechen, Verurtheilun

Der berühmt-berüchtigte Verbrecher Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, war ein Kind der Französischen Revolution, die die Gesellschaft Mitteleuropas vor 200 Jahren auf den Kopf stellte. In dieser Zeit suchte das lesehungrige Bürgertum nach Romanhelden, die der Figur des Räuberhauptmanns Karl Moor in Schillers berühmten Drama "Die Räuber" am nächsten kamen. Durch eine unglückliche Verkettung von fehlerhaften Meldungen der französischen Regierung und ihr nahestehender Presseblätter war plötzlich Schinderhannes in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Während die Spekulationen über ihn ins Kraut schossen, räumte erst das eigens zu seiner Verurteilung eingerichtete Mainzer Sonderstrafgericht mit dem neu geborenen Mythos eines Freiheitskämpfers und eines Robin Hood auf. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten bereits geschäftstüchtige Schreiber diese fiktive Person namens Schinderhannes in Buchform verbreitet.
Erst die vorliegende, kurz nach seiner Hinrichtung 1803 erschienene Lebensgeschichte richtete sich ausschließlich nach den Erkenntnissen des Gerichts. Das anonym erschienene Buch stammt wahrscheinlich aus der Feder von Johann Ignatz Weitzel, dem damaligen Herausgeber der Mainzer Zeitung. Ihm war es wichtig, das Leben des Räubers sachlich nachzuvollziehen und frei von Sagen und Märchen darzustellen. Obwohl nur nach den Fakten erzählt, lässt diese Biographie keine Spannung vermissen und entführt den Leser in die Lebenswelt der kleinen Leute an der Wende zum 19. Jahrhundert.
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