www.reuffel.de

Erweiterte Suche

Das vergessene Kind

Trailer Mehr Auf meine Merkliste In den Warenkorb

Atkinson, Kate

Das vergessene Kind

Roman

Droemer Knaur GmbH & Co. KG, München

ISBN: 978-3-426-19910-7

Buch; Gebunden; 2011 EUR 19,99

Rezension von Claudia Lehnet

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend! Anfangs ab und zu ein wenig langatmig, da es sich um vorwiegend kurze Kapitel handelt und die aufgebaute Spannung mit Kapitelende abrupt abbricht. Jedes Kapitel stellt rotierend eine andere Person, deren teils kritische Lebensanalyse und Gedankenwelt vor. Erst nach und nach werden die Beziehungen der einzelnen Personen zueinander deutlich und die Vergangenheit mit der Gegenwart verbunden. Wie bei einem Puzzle, bei dem sich nach und nach die Teile ineinanderfügen, verbindet sich die Suche nach der Herkunft und Identität eines Kindes der Siebziger Jahre u.a. mit dem Leben des Privatdetektivs Jackson, der auf sehr  unkonventionelle Weise auf den Hund kommt, der Sicherheitsdienstmitarbeiterin Tilly, die ihr Gedächtnis an die Leere verliert, der pensionierten Polizistin Tracy, deren spontane Entscheidung ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt und einer Jugendamtsleiterin, die ein seit Jahren ad acta gelegtes Geheimnis einholt.

Rezension von Sandra Bell

Das vergessene Kind war mein erstes Buch von Kate Atkinson - aber sicher nicht mein letztes!!!

 

Zur Geschichte selbst schreibe ich jetzt nicht so viel, selber lesen macht glücklich ;-)

 

Es handelt sich hierbei um einen Krimi, der ebenso in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit, 30 Jahre zurück, spielt.

 

Verschiedene Personen, deren Wege immer wieder aufeinandertreffen, sowie die verschiedenen Geschichten, die hinter den Personen stecken, sind sehr spannend miteinander verknüpft.

Man hinterfragt vieles beim Lesen und (so ging es mir) macht sich auch Gedanken zu den verschiedenen Themen, die in dem Buch behandelt werden. 

 

Anfangs war es etwas verwirrend, durch die Zeit- und Personensprünge, die nicht immer sofort erkennbar waren, aber nach ein paar Unterkapiteln (bei mir mit drei Tagen Lesepause verbunden) findet man sich in die, dann doch sehr spannende, Geschichte ein und möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

 

Trotz einiger dramatischer Stellen gab es aber durchaus auch Passagen, an denen ich sehr geschmunzelt habe...

 

Der Schluss - er wirft einige Fragen auf, die nicht beantwortet wurden, aber vielleicht gibt es ja einen zweiten Teil - irgendwann.

 

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, welches ich sicher noch ein weiteres Mal lesen werde und durchweg empfehlen kann.

Rezension von Karin Doberstein-Heuser

 

Das bis dato unauffällige, aber unausgefüllte Leben der Ex-Polizistin Tracy Waterhouse ändert sich schlagartig als sie der ortsbekannten Prostituierten Kelly ein vernachlässigtes Kind abkauft. Tracy ist mit Courtney von nun an auf der Flucht und bruchstückhaft drängen sich ihr immer öfter längst vergessen geglaubte Szenen aus ihrer Anfangszeit bei der Polizei auf, als sie den Mord an einer Prostituierten, deren Leiche erst drei Wochen nach deren Tod zusammen mit einem total verstörten vierjährigen Kind in einer verschlossenen Wohnung aufgefunden wurde, zu klären hatte.

Tracys Wege kreuzen in diesen aufwühlenden Tagen der Flucht unter anderen auch die des Jackson Brodie, eines Privatdetektivs, der sich auf die Suche nach vermissten Kindern spezialisiert hat und unbedingt ein paar Fragen, ob eines alten Falles, an Tracy richten möchte. Doch Tracy befürchtet in Brodies Versuchen, mit ihr einen Treffen zu arrangieren, einen Zusammenhang zu ihrer eigenen aktuellen Kindesentführung und setzt alles daran, Brodie und ihr weiteres Umfeld in die Irre zu führen…

 

Kate Atkinson gelingt es in ihrem Werk „Das vergessene Kind“ meisterhaft, für den Leser zu Beginn noch rätselhaft, die Lebensgeschichten und Lebenslügen der verschiedenen Protagonisten zu erzählen und nach und nach zu verknüpfen. Dabei legt sie besonderes Augenmerk auf die „verpatzten“ und „verpassten“ Chancen in deren Leben und wie diese ein Menschenleben prägen können. Sie erzählt von düsteren Geheimnissen vermeintlich gesetzestreuer Bürger, von sich niemals erfüllenden Träumen und von Schmerz, der auf der Seele lastet.

 

„Das vergessene Kind“ - ein Buch, in das ich selbst zunächst nur schwer Eingang fand, das sich dann aber im weiteren Verlauf als immer interessanter und spannender erwies und dies nicht durch eine Abfolge von aufgesetzten und künstlich herbeigeführten Spannungsbögen, sondern durch die leise und feine Abstimmung der Psyche seiner Hauptpersonen. 

Empfehlenswert für jeden, der sich auch für die traurigen, weil unspektakulären Tiefen der menschlichen Seele interessiert.

 

Rezension von Gabriele Helmer

„Das vergessene Kind“ von Kate Atkinson – ein Buch, das ich gerne und jederzeit weiter empfehlen würde an Krimifreunde, die Freude an ungewöhnlich geschriebenen Geschichten und nicht alltäglichen Themen haben.

 

1975 wird ein Kind in einer völlig verwahrlosten Wohnung gefunden, das 3 Wochen bei seiner toten Mutter aushalten musste bevor es gefunden wird. Heute ist Privatdetektiv Jackson, ehemaliger Söldner und Polizist, unterwegs, um die biologischen Eltern einer Frau zu finden, die als Kind von einem englischen Ehepaar adoptiert wurde.  Die Familie wanderte nach Neuseeland aus und jetzt versucht die erwachsene Frau, ihre realen Eltern zu finden, die aber laut Aktenlage in England, überhaupt nie existiert haben. Tracy Waterhouse, pensionierte Polizistin, kauft das Kind einer Prostituierten, als sie miterlebt, wie lieblos die Mutter mit ihrer Tochter umgeht.

 

Diese Figuren bilden die Protagonisten einer breit gefächerten Geschichte, bei der wie bei einem Puzzlespiel erst mit und mit die einzelnen Fragmente zusammen passen und eine überaus spannend erzählte Geschichte ergeben. Das am Anfang des Buches vorgestellte Zitat erzählt davon, wie aufgrund eines fehlenden Nagels ein Königreich verloren ging und genau darum geht es in dem Buch: letztendlich ist nichts unwichtig, alles hat Einfluss auf den Lauf der Geschichte. Wie bei einer Kerze, die von beiden Seiten abgebrannt wird, wird die Geschichte aus zwei Perspektiven rzählt und Gestern und Heute schiebent sich unweigerlich ineinander. Sehr spannend erzählt mit vielen Gedankenketten, Verflechtungen und unvorhersehbaren Wendungen. Dieses Buch kann man, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen.

 

Rezension von Birgit Schmidt

 

Das Buch von Kate Atkinson war sehr spannend, toll aufgebaut. Zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig (Einfinden ins englische Alltagsleben) und die Personen skurril, aber mit der Zeit immer liebenswerter. Die Begegnung mit so vielen Personen, die zu Beginn wie Puzzleteile verstreut in Leeds und Umgebung sind und immer mehr in Verbindung zueinander kommen, ist wundervoll. Ebenso die Zeitsprünge, immer an einer so spannenden Stelle und mit einer neuen offenen Frage, so dass ich begierig war, weiterzulesen und die verlassenen Spuren wiederaufzunehmen. Dabei ist die Sprache überraschend, manche Worte so tiefsagend schön und zwischen berührend und skuril-komisch schwingend.

 

Ja, spannend, ja, ich konnte mit den Figuren fühlen, ja, ich werde es weiterempfehlen - absolut lesenswert!

 

Rezension von Astrid Noll

Kate Atkinson erzählt zwei Geschichten - eine von 1975 und eine über 30 Jahre später; sie bauen nicht aufeinander auf, sind aber auch nicht unabhängig voneinander:

 

Tracy heute, ehemalige Polizistin, jetzt Sicherheitschefin in einem Kaufcenter, die gegen jede Moral einer Frau ein Kind auf der Strasse abkauft, weil diese das Kind offensichtlich schlecht behandelt. Diese Handlung zwingt sie dazu, ihr Leben auf den Kopf zu stellen und mit dem Kind zu flüchten.

 

Und Tracy vor 35 Jahren als junge Polizistin zu Beginn ihrer Laufbahn bei ihrem ersten großen Fall, der eigentlich nie gelöst wurde, aber aus damals unbekannten Gründen als erledigt ad acta gelegt wurde. Damals wurde eine Prostituierte umgebracht, ihr kleines Kind war mit der Leiche in der Wohnung eingesperrt, bis sie nach 3 Wochen gefunden wurden.

 

Wie die Geschichten miteinander verstrickt sind, wird spannend und ohne große Schnörkel erzählt; man muss einfach weiterlesen. Das Buch bringt die Auflösung wirklich erst zum Ende hin, was ich als positiv bewerte, denn als Leser will man doch überrascht werden. Man versteht plötzlich Tracys Verhalten, fragt sich aber auch, wieviel wirklich auf höherer Ebene versucht wird, zu vertuschen und wieviel Wissen Täter, Opfer und Mitwisser mit ins Grab nehmen. Für das Buch "Das vergessene Kind" auf jeden Fall ein "Daumen hoch" von mir. 

Rezension von Anke Maxein

 

In der Kurzbeschreibung auf der Rückseite ist das Buch sehr interessant beschrieben und würde die Leser animieren, es zu kaufen.

 

Doch der Inhalt des Buches ist sehr verwirrend. Ich brauchte sehr lange, um die einzelnen Personen zuzuordnen. Die Autorin springt zu sehr von einer Geschichte in die andere. Hat man endlich den Durchblick,taucht schon wieder eine Person auf und man fragt sich, welche Rolle diese Person in der Geschichte hat.

 

Es wäre ein tolles Buch, wenn es einen roten Faden gegeben hätte. Schade.

 

Rezension von Stefanie Herold

 

Das geschenkte Kind, moment mal, diesen Titel gab es doch einmal, wird sich der Eine oder die Andere fragen. Stimmt, aber nicht von Kate Atkinson.

 

Zeitsprünge zwischen 1975 und heute, mit vielen Charakteren, da braucht es schon eine Weile, um einzutauchen und sich einzulassen. Wenn man sich aber erst mal an Jackson und seine Frauen gewöhnt hat, Tilly und Tracy nicht mehr verwechselt, ist dieses Buch eine schöne Schmökerei, die am Ende die ein oder andere Frage noch offen lässt.

 

Wem das alles nicht zuviel, sondern gerade recht ist, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt - nicht vergessen im Leseherbst.

 

basketPreview

basket Warenkorb (leer)

Ihr Warenkorb ist leer.

notepadPreview

notepad Merkzettel (leer)

Ihr Merkzettel ist leer. Nach Anmeldung/Registrierung können Sie einen Merkzettel speichern oder per E-Mail versenden.