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Das Versteck

Roman. Prix Femina 2015 - .505/25642
HardcoverGebunden
320 Seiten
Deutsch
2017
Im Hof des Hauses in der Rue de Grenelle steht der Fiat 500, den Großmutter gern schwungvoll fährt, weil man dann nichts von ihrer Gehbehinderung merkt. Im Erdgeschoss führte Großvater seine Arztpraxis, seit er seine Stelle in einem Pariser Krankenhaus verlor. Der getaufte Jude erkannte die Gefahr im Frankreich unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erst spät. Seine Frau griff zur List:...
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KlappentextIm Hof des Hauses in der Rue de Grenelle steht der Fiat 500, den Großmutter gern schwungvoll fährt, weil man dann nichts von ihrer Gehbehinderung merkt. Im Erdgeschoss führte Großvater seine Arztpraxis, seit er seine Stelle in einem Pariser Krankenhaus verlor. Der getaufte Jude erkannte die Gefahr im Frankreich unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erst spät. Seine Frau griff zur List: Sie ließ sich offiziell scheiden und versteckte ihren Mann in einem Gelass zwischen Bad und Schlafzimmer. Als der Krieg zu Ende ist, kommt ihr dritter Sohn zur Welt. - Originell und voller Zuneigung erzählt Christophe Boltanski die Geschichte seiner Familie anhand der Geschichte dieses einzigartigen Hauses.
Zusatztext"Ein feiner, taktvoller und kluger Debütroman."Buchkultur, Oktober/November 2017 "Eine Entdeckung!" Gerhild Heyder, Die Tagespost, 10.10.17 "Großartige Menschen und Porträts aus einem bewegten 20. Jahrhundert: ein Roman des Lebens, sehr reflektiert, meisterlich literarisch geschrieben (und ins Deutsche übersetzt von Martin Scheffel). Ein wichtiges Buch, das nur aus dem Frankreich des Marcel Proust kommen kann." Südwest Presse, 10.10.17 "Eine bemerkenswerte Roman-Neuerscheinung, ein Überraschungserfolg ? Die Leistung des Romans besteht darin, dass er in der Zeit vor- und zurückspringt und das außergewöhnliche Leben seiner Familie in vielen Einzelerzählungen entfaltet, die er dem Leser in Form von schillernden Mosaiksteinen zuwirft. Es gelingt ihm auf unterhaltsame Weise zu erzählen, wie sich die Boltanskis, unangepasste Schiffbrüchige, im Provisorium dauerhaft einrichten." Nora Karches, 3sat Kulturzeit, 04.10.17 "'Das Versteck' - ein ernstes, amüsantes, ein wunderbares Buch!" Mainpost, 09.09.17 "Was dieses Buch über das Versteck zu etwas Besonderem, ja Wunderbarem, macht, ist Christophe Boltanskis zugleich respektvoller wie tabuloser Blick ins Innerste der Familienbande ... Ein beeindruckendes literarisches Debüt, das einem vor Augen führt, aus was die große Geschichte und die kleinen Geschichten der Menschen in ihr gemacht sind." Cornelius Wüllenkemper, Deutschlandfunk Kultur, 29.08.17 "Liebevoll, ironisch und respektvoll umzingelt Boltanski die Fragen nach der fließenden Identität seiner Familie." Dominik Kamalzadeh, Der Standard, 14.08.17 "'Das Versteck' ist auch ein Buch über das Trauma des Holocausts und den Nachkriegsantisemitismus, es gibt untergründige Verbindungen zu den Büchern von Robert Bober und Georges Perec, zwei jüdische Autoren, die den Holocaust in Verstecken überlebten. Und es gibt all die Freunde, die permanent in der Rue de Grenelle vorbeikommen, Juden, die nach dem Krieg Großbürger und Parias in einem sind, Überlebende, existenzielle Schiffbrüchige." Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, 31.07.17 "Die feinen Zwischenräume zwischen dem Offenkundigen und dem Verborgenen erkundet Christophe Boltanski in seinem Familienroman auf wundersame Weise, ernst und amüsant. 'Das Versteck' ist eine großartige literarische Entdeckung." Sigrid Brinkmann, Deutschlandfunk Kultur, 28.07.17
Details
ISBN/EAN/Artikel978-3-446-25642-2
ProduktartHardcover
EinbandartGebunden
Verlag
Jahr2017
Erschienen am24.07.2017
Seiten320 Seiten
SpracheDeutsch
Illustrationen320 S. 210 mm

Autor

Boltanski, Christophe
Christophe Boltanski, 1962 in Paris geboren, arbeitete lange als Journalist und Kriegsreporter bei Libération und Nouvel Observateur und ist seit 2017 Chefredakteur der Zeitschrift XXI. Er ist der Sohn des Soziologen Luc Boltanski und ein Neffe des bildenden Künstlers Christian Boltanski. Sein erster Roman Das Versteck (Hanser, 2017) war ein Überraschungserfolg in Frankreich und wurde mit dem Prix Fémina ausgezeichnet.
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